Der Weg in der Welt

Erde und Gras


Hast Du den Weg in der Welt gewählt. Freund? Zögere keinen Moment, gehe ihn ohne Innehalten und wisse, dass an diesem Weg kein Fehler ist.

Der geistige Weg scheint Dir zu himmelhoch, zu weit, zu schmerzhaft, er droht Dich zu verbrennen oder in Kälte erstarren zu lassen, er entspricht nicht der Geometrie Deines jetzigen Lebens.

Nun, sei nicht traurig sondern froh und geh, denn auch der Weltweg ist ein Weg Deiner Wahl und Du bist nicht hingeworfen in ein unentwirrbares Chaos, denn Deine Begleiter, nenne sie nun, wie Du magst, bleiben bei Dir.

Erde und Gras werden an Deinen Sohlen haften vom Weltweg und wenn Deine Schuhe auch schwer werden, Du gehst voran.

Erdenverbunden bist Du auch mit Deinen Mitgeschöpfen, deren Leben sich mit Deinem wieder verflicht. Wärme und Kälte, Liebe und Hass, Trauer, Sehnsucht, Freude begegnen Dir erneut als Brücken auf Deinem Weltweg, die Du zu überschreiten hast. Zögere nicht und gehe voran. Du stehst mit beiden Beinen auf der Erde und doch bewegst Dich auf ihr und in Dir.

Und wenn Du spürst, dass Dein Herz sich nach den geistigen Räumen sehnt, weil Dich die Mühsal oder die Einsamkeit, Krankheit oder Enttäuschung niederdrücken, sei gewiss: Der eine Weg ist nicht leichter als der andere.

Du hast in die geistige Welt geschaut und kannst die Erinnerung daran nicht verlieren und irgendwann wirst Du wieder an eine Wegscheide kommen, die Dir erneut die Wahl lässt, zwischen dem Weg in der Welt und dem Weg des Geistes.

Sei also getrost, Weltwanderer, freue Dich über den Tau des Morgens wenn Du durch das Gras streifst und über die fruchtbare Erde, die an Deinen Sohlen haftet.

Du wächst mit allen Dingen und alle Dinge wachsen in Dir.