Die Ungeduld dieses Momentes

Baum und bellender Hund


Du sitzt auf deinem Stuhl und kannst nicht ruhig sein. Du drehst und wendest Dich, stehst auf, gehst aus dem Haus, betrachtest was Dich umgibt ohne es zu sehen. Du kommst zurück, setzt Dich wieder, legst Dich sogar nieder um Deiner Unruhe Herr zu werden, aber es ist vergebens.

Du fragst Deine Freunde, Deine Bücher, Menschen, die Du für klüger hältst, als Dich selbst und ihre Antworten sind zahlreich und viele davon mögen richtig sein. Aber die Unruhe bleibt.

Du versuchst dich mit vielen Methoden zur Ruhe zu bringen, Du zwingst die Unruhe nieder und tatsächlich, es hilft. Aber nur kurze Zeit.

Denn es ist dies, dass dich unruhig sein lässt: Die Ungeduld



„Aber warum bin ich so ungeduldig“, fragst Du.

Weil Du nicht siehst, sage ich, wie Dein Leben in rasendem Wandel ist. Wie Deine inneren Länder und Städte zusammenstürzen und neu gebaut werden. Wenn Du dies sehen könntest, Freund, es würde Dir den Atem rauben.

.Aber Du bist wie ein ein Hund, der einen Baum anbellt. Sitz still für einen Moment, schau wie sich die Blätter im Wind bewegen, wie sie fallen, wie sich neue Knospen bilden. Dir etwas neues zeigt Aber wärest Du nicht so ungeduldig, Du würdest sehen und staunen ob der Vielfalt der Formen und Farben, der filigranen Kompliziertheit der Äste und dem ungeheuren steten Erzittern, wenn ihn die Wandlungskräfte von der tiefsten Wurzel bis in seine sternennahe Krone durchströmen.

Also belle ihn nicht an, dies beeindruckt ihn überhaupt nicht. Atme den Duft seiner Blüten, schaue zu und staune in Stille und die Ungeduld wird von Dir gehen.